Geschichte

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Der Besitz der Familie Hamer v. Valtier umfasst große Bereiche des ehemaligen Grenzbereiches zu Niedersachsen. Inmitten des Betriebs liegt die ehemalige Grenzübergangsstelle Marienborn (GÜSt Marienborn), die die bedeutenste und größte Grenzübergangsstelle der ehemaligen DDR und eine der zentralen Transitrouten nach Berlin war.

Schloss Sommerschenburg war ursprünglich Sitz der Pfalzgrafen des östlichen Herzogtums Sachsen, seit 1814 durch Schenkung des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. an den Generalfeldmarschall August-Wilhelm Graf Neithart von Gneisenau Sitz der Familie von Gneisenau (bis 1945). Insgesamt handelt es sich um einen sehr alten Kulturraum.

Aufgrund der geografischen Nähe zu West-Berlin wurde die Hauptlast des Transitverkehrs zwischen Westdeutschland und Berlin über den Grenzübergang Marienborn abgewickelt zu dem auch der Bahnhof Marienborn gehörte. Dieser diente auch dem Reiseverkehr in die DDR und den weiteren Ostblock-Staaten. Der Bahnhof Marienborn bestand zwischen 1945 und 1990 und war auch Ort des Austausches von Agenten zwischen den Blöcken. Eine starke Kontrollstelle regelte den Grenzverkehr auf dem Bahnhof Marienborn. Für den Zoll waren deshalb unmittelbar neben dem Bahnhof umfassende Gebäudekomplexe errichtet worden. Heute ist –auch durch den Abriss zahlreicher Gebäude- der Bahnhof Marienborn wieder ein beschaulicher Dorfbahnhof, an dessen zentrale Bedeutung kaum noch etwas erinnert.

Größere Flächen des Besitzes umfassen die ehemalige innerdeutsche Grenze. Die Familie Hamer v. Valtier hatte bereits unmittelbar nach Erwerb der Flächen einen Abriss des Kolonnenweges und eines Grenzturms direkt an der Bundesstrasse 1 (B 1) verhindert. Dadurch kann man noch heute den Kolonnenweg begehen, der zu DDR-Zeiten ausschließlich von Angehörigen der DDR-Grenztruppen befahren werden konnte. Der ehemalige Todesstreifen ist inzwischen wieder vollständig mit Wald bewachsen.